ENSHROUDED DATENBANK
| # | Eintrag |
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| 1 | Eine Tür, die alles Licht aussperrt Ich sah die Erbauer als einen Monolithen. Ein Netz aus Lichtern, wie Sterne am Nachthimmel, verbunden durch Weisheit und Flamme... aber sie sind viel gespaltener, als ich dachte. Der "junge" Erbauer neben mir erklärte, dass dieses Refugium der Nacht eine Schöpfung ihrer Ältesten, der "Empyrianer" ist. Es ist älter als das Miasma und enthielt früher eine Fülle von menschlichem Wissen, das als Opfer oder zum Handel angeboten wurde. Weder Flamme noch Sonnenlicht können es erreichen, was es zu einem perfekten Ort für einen unserer Notfall-Seelenkessel macht. Wir haben die Fallen so eingestellt, dass sie aktiviert werden, sobald das Gefäß gefüllt ist. Hoffentlich wird es so vor den Miasma-Kreaturen, welche bereits das Tal besudeln, geschützt. Wenn ich die Konstellationen an der Tür nachzeichne, spüre ich eine verzweifelte Sehnsucht—einen Sog zum Firmament. Ich kann die Mimik meiner Mitreisenden nicht lesen, aber ihr Schweigen verrät sie. Sie spüren es auch. Schade, dass ich so bald kein weiteres Refugium sehen werde. Die Erbauer sprechen von einem noch versteckteren Zufluchtsort... tief im Schwarzmoor, einem Landstrich, den ich für verlassen hielt. Je mehr ich erfahre, desto weniger scheine ich zu verstehen... - Königin Jezmina von Orindell, 509 Z.D. |
| 2 | Ich habe noch nie solche Schönheit gekannt Kein Pinselstrich, keine Melodie und keine untergehende Sonne kann sich mit der Schönheit dieser ungezähmten Wildnis messen. Das üppige Grün der Reben erinnert mich an meine Heimat vor der Dürre. Ohne die Erbauer, die mir den Weg weisen, würde ich mich sicher verirren. Ich bin dankbar für ihre Führung, aber mein Herz schmerzt für all die Menschen, die ich zurückgelassen habe... doch diese Mission ist wichtig. Es ist unsere Berufung, die Seelenkessel rund um Gluttal für jeden zu verstreuen, der die Hochweiden nicht rechtzeitig erreichen kann. Die Erbauer wollen "ein Signal an die Würdigen senden", wenn die Tat vollbracht ist, aber ich frage mich, was sie meinen... Selbst wenn wir Seite an Seite gehen, bewahren sie noch ihre Geheimnisse. — Königin Jezmina von Orindell, 509 Z.D. |
| 3 | Ein Aufruf an die Würdigen Ich wusste nicht, dass die Erbauer hier einst Strukturen errichtet hatten. Meine Mutter, Königin Ehrlanz, nannte das Schwarzmoor ein Niemandsland. Hatte sie etwa Geheimnisse vor mir? Wir stellten ein Gefäß in das Hauptgebäude und ich lernte, was es bedeutet, "ein Signal an die Würdigen zu senden". Die Erbauer bildeten einen Kreis und streckten ihre Hände in Richtung des Firmaments. Einer sprach in einer fremden Sprache, als sich die Sternenkonstellation am Nachthimmel veränderte. Erst begannen die Sterne zu funkeln, dann zu zucken. Ich glaubte zu sehen, wie der Himmel in tausend Teile zerbrach, die alle über mir glitzerten und das Licht meiner eigenen Augen wie in einem Kaleidoskop reflektierten. Eine klare Brechung des Ganzen, symmetrisch und himmlisch. Das Licht war überwältigend. Mein Kopf begann sich zu drehen und ich fiel zu Boden, wo ich später erwachte. Vielleicht sind das Geheimnisse, die sowohl ich als auch meine Mutter bewahren müssen. — Königin Jezmina von Orindell, 509 Z.D. |
| 4 | Ein letzter Zufluchtsort Das ist es. Schwarzmoors letzter Zufluchtsort — eine versunkene Stadt, bewacht von Sumpf und Dornenzweigen. Wer sich hierher verirrt, soll hinter einem magischen Tor ruhen, dessen Türen sich nur durch Knöpfe öffnen lassen, die tief im Dickicht verwoben sind. Der Anblick dieser bröckelnden Mauern erfüllt mich mit Ehrfurcht... und Angst. Die Erinnerungen dieser Stadt sind im Strom der Zeit verloren und schlummern für immer unter dem Teer. Aus Versehen habe ich dieser verborgenen Schatzkammer ein paar meiner eigenen Andenken hinzugefügt... und nicht nur Fußabdrücke im Schlamm hinterlassen, sondern auch meine eigenen Stiefel! Ich werde sie zurücklassen... Mein Gewand ist nicht nur mit Schmutz, sondern mit schmerzhaften Erinnerungen getränkt. Das bringt mich zum Nachdenken... Könnte die Menschheit vergessen werden, so wie die Geschichten, die hier begraben wurden? Und wenn das der Fall ist — wenn wir zerbröckeln, zerfallen und verblassen wie die Knochen unter uns — können wir uns dann wiederentdecken und neu aufbauen? Nur die Flammengeborenen werden es wissen. Ich möchte dir dabei helfen, die Welt von morgen erblühen zu lassen. Will deinen Weg ebnen, dich auffangen, wenn du fällst, und dich umso höher führen. Ich hoffe, dass meine Worte dich erreichen, Konstellationen entfernt, ein Echo durch die Zeit. Ich glaube an dich, Flammenblut. Und ich hoffe, dass ich dir eines Tages danken kann. — Königin Jezmina von Orindell, 509 Z.D. |
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