ENSHROUDED DATENBANK
| # | Eintrag |
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| 1 | Eine Figur auf der Straße, 496 Z.D. Letzte Nacht bot sich mir während des Sturms ein höchst rätselhafter Anblick. Die Arbeiten am Elixierbrunnen wurden verschoben — denn bei einem so schrecklichen Regenguss musste sich sogar der Eifer von Meldors hochgeschätztem Architekten beugen. Ich saß allein in meinem Unterstand, als mir ein kalter Schauer über den Rücken lief. Plötzlich sah ich, wie blauer Nebel um die Ränder des Zeltes wirbelte... also wagte ich einen Blick nach draußen. Durch den Regenschleier sah ich auf der Straße nach Irrwurzburg eine Gestalt mit tief ins Gesicht gezogner Kapuze, die wie ein Gespenst aussah... schwebend. Mein Magen verdrehte sich und ich hatte das Gefühl, in die Dunkelheit zu stürzen... eine Wendeltreppe hinunter in eine unbekannte Tiefe zu stolpern, wo etwas auf mich wartete. Ich muss ohnmächtig geworden sein. Als ich auf dem schlammigen Boden vor meiner Plane aufwachte, hatte sich der Sturm gelegt. Vielleicht betrügt mich mein Gedächtnis. Sicherlich war ich nur müde von der Arbeit... |
| 2 | Der seltsamste aller Besucher, Mittjahr, 498 Z.D. Mein Sohn Jakob erzählte kürzlich von einem "neuen Freund", den er kennengelernt hatte. Er sagte, eine vermummte Gestalt sei mitten in der Nacht zu ihm gekommen und habe ihm gesagt, sie sollten zusammen "graben". Erschrocken sprang ich auf, um alle Eingänge und Türen zu überprüfen. Aber als ich nichts Ungewöhnliches fand, schob ich es auf die lebhafte Fantasie meines Kindes... Trotzdem tauschte ich die Schlösser aus und vernagelte sein Fenster. Ja, ich war paranoid geworden, aber vielleicht nicht genug... Keine vierzehn Tage später sah ich es auch. Es fühlte sich so real an — ein zerfallender Mann mit einem kränklichen, verstümmelten Gesicht, der am Ende meines Bettes schwebte... und meinen Verstand mit einem Befehl befallen hatte: "Grabe." Ich habe mich den örtlichen Bauunternehmern angeschlossen, um einen Elixierbrunnen zu errichten. Bald werden wir den Boden aufreißen und sehen, was uns dort erwartet. Wenn ich es nicht fernhalten kann, muss ich mich ihm stellen. Für Jacob. Für uns alle. |
| 3 | Eine Nachricht oder ein Albtraum? Ich erinnere mich noch gut daran, wie dieser seltsame Kerl in meine Taverne kam. Es war ein ruhiger Tag im Jahrabend 498 Z.D. Meine besten Kunden waren die Bauunternehmer und Bauherren des Elixierbrunnens, aber da sie kurz vor der Fertigstellung ihres Projekts standen, waren sie zu beschäftigt, um vorbeizukommen. Ich machte gerade zu, als ein Mysteriöser Reisender durch meine Tür schlüpfte. Er wollte unbedingt ein Bier mit mir trinken, und obwohl ich daran nichts auszusetzen hatte, ging ich auf Distanz. Meinem Gast schien... erkrankt zu sein. Trotzdem machte ich mich an die Arbeit und schenkte unsere Getränke ein, während der Reisende über Geheimnisse unter der Erde philosophierte. Ich saß stundenlang da und hörte mir Mythen über Magie an, die, sobald ausgegraben, grenzenlose Macht und Verwandlung bringen würde. Als der Fremde gegangen war, bemerkte ich meinen rasenden Herzschlag — und dass ich mein Bier nicht angerührt hatte. Da wusste ich, dass ich die Fertigstellung des Elixierbrunnens mit eigenen Augen sehen musste! |
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